• International Police Association (IPA)

    IPA-Verbindungsstelle Nürnberg e.V.

IPA spendet!

Im Sommer 2015 erkrankte plötzlich und unerwartet unser Kollege L. Sepp an einer Gehirnblutung. Sepp war als 52-jähriger ca. 30 Jahre bei der VPI Nürnberg tätig. Er benötigte nie einen Hausarzt, vielleicht mal einen Zahnarztbesuch, alles schien in Ordnung. Bis eben diese Erkrankung ohne Ankündigung ihn aus dem normalen Leben riss. Die folgenden 12 Monaten verbrachte er in verschiedenen Krankenhäusern und konnte im Oktober 2016 nach Hause entlassen werden. Leider wird unser Sepp für den Rest seines Lebens im Rollstuhl verbringen. Jegliche kontrollierte Bewegungsabläufe seiner Beine und Arme sind so weit eingeschränkt, dass er eine 24-stündige Pflege benötigt. Sein Auffassungsvermögen hat sich in der Genesungszeit soweit gebessert, dass er alle Besucher erkennt und sich mit wenigen Worten ausdrücken kann. Seine Lebenspartnerin hat sich seit der Rückkehr vom Sepp in seine Wohnung von ihrer Arbeitsstelle beurlauben lassen und versorgt Sepp in wirklich bewundernswerter Weise. Um die räumlichen Umstände in seinem Anwesen behindertengerecht zu gestalten, halfen Kollegen und Pensionisten der VPI Nürnberg tatkräftig mit. Es ist wirklich bemerkenswert, dass jederzeit kurzfristig Kollegen bereit waren, zu kommen. Ein wesentlicher Bereich dieser Arbeiten bestand darin, die Voraussetzungen zu schaffen, dass Sepp von seinem Zimmer im Tiefparterre seines Anwesens eine Möglichkeit erhält, in das Wohnzimmer/Küche im Erdgeschoss zu gelangen. Dazu mussten erhebliche bauliche Veränderungen und Erdbewegungen in dem Hanggrundstück geschaffen werden. Da sich Sepp durch seinen Gesundheitszustand fast liegend im Rollstuhl befindet, war eine Installation eines Treppenlifts im Haus nicht möglich. Trotz der Einsatzleistungen und der Bereitschaft der Kollegen, mussten Arbeiten aus fachlichen Gründen an Firmen abgegeben werden. Durch beauftrage Unternehmen wurden Betonfundamente um das Haus geschaffen, auf welchen eine künftige Stahlkontruktion ermöglicht, den Rollstuhl motorisch nach oben in das Erdgeschoss zu ziehen. Nach den bereits vorliegenden Rechnungen und einem Kostenvoranschlag über die noch anstehende Stahlkonstruktion werden die baulichen Maßnahmen ca. 25 000 Euro betragen. Da die persönlichen finanziellen Ersparnisse vom Sepp die anfallenden Kosten nicht bewältigen konnten und von Seiten der Krankenkasse diese Voraussetzungen nicht finanziert wurden, trat ich mit der Bitte um Unterstützung an den Bundesvorstand der IPA heran.

Nach dem engagierten Einsatz des Schatzmeisters des Geschäftsführenden Bundesvorstandes der IPA, Herrn Rolf Schubert, konnte nach Überprüfung und Rücksprache mit aller Verantwortlichen über die außergewöhnlichen Umstände eine finanzielle Unterstützung zugesagt werden. Am 04.12.2016 konnte im Beisein des Herrn Ralf Schubert, dem Dienststellenleiter der VPI Nürnberg, Herrn Polizeidirektor Dietmar Neugebauer, sowie dem Leiter der IPA-Verbindungsstelle Nürnberg e.V., Herrn Thomas Schubert, und dem Schatzmeister der IPA-Landesgruppe Bayern, Herrn Jörg Roth, unserem Luber Sepp in dessen Wohnung ein Scheck in Höhe von 2000 Euro überreicht werden.

Zeitgleich mit der Übergabe des Schecks, überreichte Herr Thomas Schubert einen Bargeldbetrag von 600 Euro, welcher am Vortag bei der Weihnachtsfeier der IPA Nürnberg gesammelt wurde. Ich möchte mich hiermit im Namen vom L. Sepp, seiner Lebenspartnerin, Frau Manuela Stromer und allen Angehörigen der VPI Nürnberg, die unseren Sepp unterstützen, herzlichst bedanken.

Herbert Eginger

 

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Thomas Schubert

Servo per Amikeco

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